Die Gründungsstory von DEAR DARLING BERLIN

Hey! Ich bin Lisa, die Gründerin von Dear Darling Berlin und hier möchte ich dir meine Geschichte erzählen. 

Wie alles begann

Meine Reise ins Unternehmertum begann Ende 2019 mit einem großen Wunsch. Dem Wunsch, etwas eigenes aufzubauen - in meiner eigenen Handschrift.

Danach folgte ein Duales Studium und mein erster Vollzeit-Job in einem angesagten Berliner Start-Up. Arbeits-Handy, Firmenauto und eine sehr gute Bezahlung. Was mich hier jedoch immer gestört hat: Meine Kreativität und den Wunsch nach Selbstständigkeit konnte ich nirgends voll ausleben. Entweder gab es nur ein kleines Budget, eine bestimmte "Markenstrategie" oder ein anderer Grund, der meine Ideen nicht zur Umsetzung brachte. 

Nach einigen Monaten führte das zu unglaublich viel Frust. Für was mache ich das alles? Denn ich wollte wirklich etwas bewegen und neue Wege gehen. Ich wollte Dinge schön machen, bis ins letzte Detail durchdenken - nicht einfach nur 'machen'.

Der entscheidende Tag

2019 - an einem eiskalten Wintertag - saß ich dann mit meinem Mann Jan am Ufer der Spree. Wir hatten uns eine Currywurst geholt und ans Wasser gesetzt, philosophierten über Geschäftsideen und Zukunftspläne. Wie so oft erzählte ich davon, wie gerne ich etwas Eigenes schaffen wollte - fernab von Entscheidungen und Strategien anderer. Mein Mann Jan, so pragmatisch er ist, sagte dann: "Na dann los! Dann mach das jetzt einfach. Du baust dir einen Online-Shop, meldest ein Gewerbe an, bestellst den Schmuck und du probierst es einfach aus. Das kann doch alles nicht so schwer sein, oder?" Spoiler Alert: Es war furchtbar schwer.

Auf dem Weg zum Erfolg?

Aber gesagt, getan: ich meldete ein Nebengewerbe für mich an und kaufte für 1.000€ bei einem Händler funkelnden Schmuck ein. Bis spät abends nach meinem Vollzeitjob und an den Wochenenden steckte ich viel Zeit in den Aufbau des Online-Shops. Wir organisierten sogar das erste Fotoshooting mit meinen besten Freund*innen als Models (DANKE nochmal für euren Support! Die Bilder sind bis heute online).  

Nach einigen Monaten harter Arbeit ging der Shop im März 2020 endlich live, und BOOM!… fast nichts passierte. 

Die große Enttäuschung

Ich war am Boden zerstört. Es gab ein paar Bestellungen von Familie und Freunden, aber meine Marketing-Kampagnen funktionierten nicht und nach drei Monaten war ich schon bereit, alles wieder hinzuschmeißen. 

Aber ich bin ein Mensch, der nicht gerne aufgibt. Nachdem ich wochenlang grübelte, ob Dear Darling Berlin jemals erfolgreich sein könnte oder ich eine gute Unternehmerin werden könnte, entschloss ich mich doch, dem ganzen noch eine Chance zu geben.

Der zweite Versuch

Und so trat ich ein paar Schritte zurück und begann mein Konzept zu überarbeiten. Ich fing an, noch tiefer in die Schmuckbranche einzutauchen und informierte mich über Produktionsbedingungen, Rohstoffe und die Herausforderungen der Industrie. Schnell wurde mir klar, dass ich mein Unternehmen verantwortungsvoll aufbauen möchte - mit Respekt für Mensch und Umwelt.

Also ging ich auf die Suche nach anderen, kleineren und familiengeführten Schmuckmanufakturen, die meine Vision teilten. Ich habe mich mit Dutzenden von Produktionen ausgetauscht und Qualitätsmuster anfertigen lassen, doch mein kritisches Auge war einfach noch nicht zufrieden. Preise, Mengen, Qualität, Kommunikation - irgendetwas passte immer nicht.

Durch einen Glücksfall fand ich ein Ehepaar aus Pforzheim, die in 3. Generation genau das anboten, was ich suchte. Mit diesem Partner arbeiten wir noch heute zusammen.

Neue Gedanken, neuer Mut

Dear Darling Berlin bekam daraufhin ein komplettes Make-Over! Inhaltlich und optisch. Mit großer Freude launchte ich ein paar Monate später endlich meine erste Mini-Kollektion aus recycelten Materialien, bestehend aus 6 klassischen Halsketten und 5 passenden Armbändern. Und endlich bekam die Sache Schwung - ich hatte mit meinem neuen Konzept ins "Goldene" getroffen und freute mich über jede einzelne Bestellung (bis heute!).

"Es gibt hohe Hochs und tiefe Tiefs."

Ein Unternehmen zu gründen ist wie eine Achterbahnfahrt. Es gibt hohe Hochs und tiefe Tiefs. In den vergangenen Jahren durfte ich beides erleben. Ich wurde von namhaften Magazinen wie der VOGUE, Cosmopolitan oder InStyle gefeatured, durfte Teil der Fashion Week sein und wurde von Peek & Cloppenburg zu Pop-Up Events in ihren Hochglanz-Stores eingeladen.

Ich habe schon viel erreicht, aber unterwegs auch viele Fehler gemacht, Tränen vergossen und Lehrgeld bezahlt - wie z.B. in eine neue Kollektion investiert, die am Ende nicht so gut lief, wie erhofft. Von wertvoller Ware, die bei DHL einfach verloren gegangen ist, bis hin zu unzähligen Nachtschichten, um Newsletter, Instagram-Posts und Produkttexte zu schreiben. Oft ärgere ich mich noch heute darüber, dass andere Marken mit mehr Budget gefühlt an mir vorbeiziehen - obwohl ich doch so viel Herzblut, Zeit und eigenes Geld in mein Unternehmen stecke.

... und jetzt auch mit Baby!

Aber am Ende bin ich trotzdem eines: unendlich dankbar. Für jede einzelne Bestellung, jede positive Bewertung und dass ich meinen Traum von der Selbstständigkeit jeden Tag leben darf.

Aber meine Reise geht weiter und ist seit Juni 2023 noch spannender geworden - denn ich bin in diesem Jahr das erste Mal Mutter geworden und versuche nun, mein neues Leben als Mama und Unternehmerin unter einen Hut zu bringen (gar nicht so einfach!). Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich auf dem weiteren Weg begleitest und Teil meiner Geschichte wirst.

Liebe Grüße,
Lisa

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